Bürgerfahrt nach Prag 2008

Termine

Bürgerfahrt nach Prag 2008

Bürgerreise nach Prag, organisiert von der Europa-AK der SPD Koblenz vom 10. – 12. Mai 2008

Der gepflegte Reisebus führ um 6.30 h in Koblenz ab, die weiteren Reiselustigen stiegen um 8.00 h in Bad Soden zu. Die nette Busfahrerin, Frau Behrend, kutschierte uns gutgelaunt und sicher bei bestem Wetter durch Bayern, wo wir am Rasthof Würzburg eine zünftige Brotzeit mit leckerer Fleischwurst, knusprigen Brötchen und Bier genießen konnten.

Weiter ging´s nach Regensburg. In dem historischen Salzturm an der Steinernen Brücke kehr-ten wir zum Mittagessen in der ältesten Bratwurststube der Welt, der „Wurstkuchl“, ein. In dem urigen 500-jährigen Wirtshaus verwöhnte uns die gepflegte Gastronomie mit Salat, mari-niertem Kalbsrücken vom Grill mit Baguette und Kräuterbutter.

Der Weg zum City-Tour-Bähnchen führte uns zum Regensburger Domplatz. Wunderbare Chorgesänge lockten viele von uns in den Dom, wo wir als stille Zuhörer der Chorprobe fast die Zeit vergaßen. Danach fuhr das Bähnchen gemütlich durch die schöne Altstadt, auch über die Steinere Brücke über die Donau, begleitet mit fachkundiger Beschreibung.

Gegen Abend erreichten wir unser ruhig gelegenes und komfortables 4-Sterne Hotel in Pilsen. Nach dem Einchecken fuhr uns Frau Behrend zum Restaurant „Na Spilce“, dem traditionellen Pilsener Urquell-Brauereiort. In dem ehemaligen Gärkeller bot das Gewölbe, von mächtigen Metallsäulen gestützt, die richtige Atmosphäre für unser Abendessen. Nach der Vorspeise mit Prager Schinken wurde Schweineschulter auf Bayernart mit Sauerkraut, Semmel- und Kartof-felknödel und ein Salat serviert. Nach der Rückkehr ins Hotel ließen wir in der Hotelbar den ersten Tag gemütlich ausklingen.

Am 2. Tag stärkten wir uns bei einem reichhaltigen Frühstück im gepflegten Ambiente des Hotelrestaurants. Um 8.30 h ging´s nach Prag. Die sympathische Prag-Führerin, Frau Kittenbaumer, führte uns mit sachkundigen Beiträgen durch Prag. Zuerst in die altehrwürdige Bibliothek des Prämonstratenser Stifts Strahow aus dem 18. Jahrhundert.
Die aus dem 11. Jahrhundert stammende Burg auf dem Hradschin mit ihren beeindruckenden Bauwerken ist heute Sitz des tschechischen Staatspräsidenten. Vor dem Eingangsportal war-ten immer hunderte Schaulustige auf die berühmte Wachablösung der Soldaten in prächtiger Paradeuniform. Den gotischen Dom „St. Veit“ auf dem Hradschin bewunderten wir nur von außen, da die Warteschlange für die Innenbesichtigung ein stundenlanges Dahinschmelzen in der Sonne bedeutet hätte.

In der Altstadt im historischen Lokal „Schwarzer Adler“ erwartete uns ein Becherovka-Aperitiv, je eine köstliche halbe Ente mit mährischem Rotwein, als Dessert Palatschinken und ein Slibowitz. Bei bester Stimmung verstanden sich die Koblenzer und Bad Sodener immer besser und stürzten sich anschließend in das Gewühl auf der Karlsbrücke über die Moldau. Sie ist eine der bedeutendsten der 11 Moldaubrücken der tschechischen Hauptstadt. Nach dem „Vorbeimarsch der Apostel“ schlenderten wir zum Wenzelsplatz und durch die Altstadt zum Pulverturm.
Nach diesem interessanten Tag holte der Bus die Ermatteten wieder zurück nach Pilsen. Dort wurde uns im Hotel zum Abendessen eine böhmische Gulaschsuppe mit Lendenbraten und Karlsbadknödeln serviert. Das schmackhafte Essen wurde mit mährischem Wein oder Pilse-ner Urquell abgerundet.

Um 9.00 h am Montag startete der Bus zur Abfahrt nach Kulmbach. Die Besichtigung des „Deutschen Biermuseums“ war hochinteressant, demonstriert von einer charmanten Bier-brauerin, die uns zum Abschluß ein wunderbares Museumsbier kredenzte.
Danach empfing uns im Biergarten des Brauhausrestaurants eine zünftige Blasmusik zum „Schmakerlmenu“. Wir wurden verwöhnt mit deftiger fränkischer Biersuppe, Schweins-schäufelchen mit Kraut und Klößen, zum Dessert Apfelküchle mit Zimt, Zucker und Vanille-eis. Das gute Kulmbacher Bier verhalf den Rückreisenden zu einem gepflegten Nachmittags-schlaf.

Das im Wirtshaus im Spessart vorbereitete Abendessen wurde von uns wegen Überfütterung verweigert, aber freundlicherweise von den Wirtsleuten portionsweise für den späteren Verzehr verpackt. So gab´s am nächsten Tag zu Hause eine schmackhafte Bratenplatte mit Kartoffelsalat.

Die Rückfahrt gestaltete sich anfänglich lustig und aufgekratzt. Letztlich ließen wir aber doch schlummernd noch einmal die schöne Reise Revue passieren. An herzlichem Dank an Ulla und Reinhard für die tolle und originelle Organisation und die individuelle und freundliche Reiseleitung wurde am Ende der Reise mit lautem Beifall nicht gespart.

Uta Frerichs

Reisegruppe vor der Kathedrale auf der Prager Burg